Stick

Jacken mit Logo besticken: Material, Position und Membran

Von
Team Shirtplus, Werkstatt München
Aktualisiert
Lesezeit
7 Minuten

Fleece, Softshell, Steppjacke oder Regenjacke: Welche Jacken sich gut besticken lassen, warum eine Membran heikel ist und wo dein Logo am besten sitzt.

Erst der Jackentyp, dann das Logo

Eine Jacke ist kein T-Shirt mit langen Ärmeln. Sie hat oft mehrere Lagen, dazu Reißverschlüsse, Taschen und manchmal eine wasserdichte Membran. Beim Sticken geht jede Nadel durch alle Lagen, die im Stickrahmen liegen. Deshalb klären wir vor jedem Auftrag zuerst, um welchen Jackentyp es geht.

Wenn du Jacken besticken lassen willst, findest du in unserer Kollektion Fleece- und Softshelljacken, Stepp- und Winterjacken, Windbreaker und Parkas. So ordnen wir die gängigen Typen für den Stick ein:

Jackentyp Aufbau Stick Darauf achten
Fleecejacke Weicher, flauschiger Flor, meist eine Lage Gut geeignet Sehr feine Schrift kann im Flor einsinken
Softshelljacke Elastisches Außenmaterial, innen oft angeraut Gut geeignet Der Stoff dehnt sich und braucht beim Sticken eine stabile Unterlage
Windbreaker Dünner, dichter Webstoff Gut geeignet Ein sehr dichter Stick kann den leichten Stoff zusammenziehen
Steppjacke Wattierung zwischen Außenstoff und Futter, abgesteppte Kammern Mit Bedacht Logo in eine Kammer setzen, nicht über Steppnähte
Winterjacke, Parka Mehrere Lagen, gefüttert und oft wattiert Mit Bedacht Der Stick geht durch das Futter, die Stelle muss sich einspannen lassen
Regenjacke mit Membran Wasserdichte Schicht, oft verklebte Nähte Eher nicht Jeder Stich ist ein Loch in der Membran

Futter und Polsterung: was beim Sticken passiert

Zum Sticken wird die Jacke in einen Rahmen gespannt, damit der Stoff glatt und straff liegt. Bei ungefütterten Jacken wie den meisten Fleecejacken liegt nur eine Lage im Rahmen. Das ist der einfache Fall: Das Motiv sitzt sauber, innen siehst du nur die Rückseite auf dem Jackenstoff.

Bei gefütterten Jacken sticht die Nadel durch Außenstoff und Futter. Beide Lagen werden dabei fest miteinander verbunden, und im Futter ist die Rückseite des Motivs zu sehen. Bei Steppjacken und Winterjacken kommt die Wattierung dazu. Der Rahmen drückt sie zusammen, und rund um das Logo kann sich der Stoff leicht wellen. Ein Logo, das in eine einzige Steppkammer passt, wirkt deshalb ruhiger als eines, das über eine Steppnaht läuft.

Bei sehr dicken Jacken stellt sich außerdem eine ganz praktische Frage: Lässt sich die gewünschte Stelle überhaupt sauber einspannen? Nah an Kragen, Reißverschluss oder Schulternaht wird es schnell eng.

Innen sichtbar ist normal

Bei gefütterten Jacken siehst du die Rückseite des Stickmotivs im Futter. Das ist kein Fehler, sondern gehört zum Verfahren. Wir sprechen es in der Beratung an, damit du beim Auspacken nicht überrascht bist.

Regenjacken: jeder Stich ist ein Loch

Viele Regen- und Funktionsjacken haben eine wasserdichte Membran, oft mit verklebten Nähten. Diese Verklebung nennt man Taping. Beim Sticken sticht die Nadel durch die Membran, und ein Logo besteht aus sehr vielen Stichen. An dieser Stelle kann die Jacke danach Wasser durchlassen.

Ein nachträgliches Abkleben der Rückseite kann helfen, macht die Stelle aber nicht zuverlässig so dicht wie ab Werk. Darum raten wir bei echten Regenjacken meist zum Druck: Ein Transferdruck wird aufgepresst statt gestochen. Ob das Material die Hitze der Presse verträgt, prüfen wir vorher am Modell.

  • Fleece, Softshell ohne Membran, Windbreaker

    Hier sticken wir ohne Bedenken, die Jacke bleibt so, wie sie ist

  • Kleines Logo auf einer Alltagsjacke

    Wird die Jacke vor allem gegen Wind und kurze Schauer getragen, ist ein kleiner Stick vertretbar

  • Regenjacke für langes Arbeiten im Regen

    Hier lieber drucken, damit die Membran dicht bleibt

  • Großer, dichter Stick auf Membran

    Je mehr Stiche, desto mehr Löcher

Brust, Ärmel, Rücken: wohin mit dem Logo?

Auf Jacken geben Reißverschlüsse, Taschen und Nähte vor, wo Platz ist. Über einen Reißverschluss, eine Taschenöffnung oder eine dicke Naht lässt sich nicht sauber sticken. Bewährt haben sich die linke Brust, der Oberarm und der Nacken unter dem Kragen. Für den Rücken gilt eine eigene Regel. Diese Fälle helfen beim Entscheiden:

  • Dein Firmenlogo soll auf die linke Brust, gut sichtbar und wertig.

    Stick

  • Ein Name oder eine Abteilung kommt auf den Ärmel oder unter das Logo.

    Stick

  • Ein großes Motiv soll über den ganzen Rücken laufen.

    Druck

  • Die Jacke ist eine Regenjacke mit Membran.

    Druck

  • Dein Logo hat Verläufe, ein Foto oder sehr feine Linien.

    Druck

  • Oft die beste Antwort

    Vorne Stick, hinten Druck

    Das Logo als Stick auf der Brust, ein großer Schriftzug als Druck auf dem Rücken.

    Stick + Druck

Warum große Rückenmotive eher gedruckt werden: Ein großer Stick braucht sehr viele Stiche. Die Fläche wird steif und schwer, und auf leichten Stoffen zieht sie sich zusammen. Ein Druck bleibt flexibel und bildet auch feine Details ab.

Logo, Größe und Garnfarben

Stick lebt von klaren Formen. Ein Logo mit kräftigen Flächen und gut lesbarer Schrift wirkt auf einer Jacke am besten. Sehr kleine Schrift und haarfeine Linien lassen sich nicht beliebig klein sticken, auf Fleece verschwinden sie zusätzlich im Flor. Auf der Brust bewährt sich eine Größe, bei der dein Schriftzug aus ein paar Metern Abstand noch lesbar ist.

Die Stickdatei erstellen wir für dich, sie ist inklusive. Dabei wird dein Logo in Stiche übersetzt: Richtung, Dichte und Reihenfolge. Dein Logo sticken wir in bis zu 3 Garnfarben. Hat es mehr Farben, schlagen wir dir in der kostenlosen Layout-Beratung eine passende Fassung vor oder empfehlen einen Druck. Vor der Produktion bekommst du eine digitale Vorschau, die du freigibst. Darauf siehst du Position und Größe auf deiner Jacke.

Mehrköpfige Stickmaschinen mit eingespannten Stickrahmen in der Shirtplus-Werkstatt in München

Aus der Werkstatt

Jede Jacke muss in den Rahmen

Auf dem Foto siehst du unsere mehrköpfigen Stickmaschinen mit eingespannten Rahmen. Jedes Teil wird vor dem Sticken in einen solchen Rahmen gespannt, damit der Stoff straff liegt. Bei Jacken ist genau das der Knackpunkt: Wattierung, Reißverschlüsse und Taschen entscheiden mit, welche Stelle sich sauber einspannen lässt.

Firmenkleidung besticken lassen

Wann Druck besser passt

Exkurs

Auf Jacken ist Stick meist unsere erste Empfehlung, weil er wertig wirkt und viele Wäschen hält. In drei Fällen raten wir trotzdem zum Druck: bei Membranjacken, bei großen Rückenmotiven und bei Logos mit Verläufen oder Fotos. Für Softshell haben wir die Abwägung ausführlich beschrieben: Softshelljacken mit Logo: Stick oder Druck?

Kriterium Garn im Stoff Stick Aufgepresst Druck
Wirkung Plastisch und wertig Flach, klar, auch sehr detailreich
Membran Durchsticht die wasserdichte Schicht Wird aufgepresst, kein Loch
Große Rückenmotive Steif und schwer Bleibt flexibel
Farben Bis zu 3 Garnfarben Auch Verläufe und Fotos
Typisch für Brust, Ärmel, Nacken Rücken, Regenjacken

Checkliste vor der Bestellung

Mit diesen Punkten geht deine Anfrage schneller durch:

  • Jackentyp klar: ungefüttert, gefüttert, wattiert oder mit Membran?
  • Position gewählt: frei von Reißverschluss, Taschen und Steppnähten
  • Logo bereit: am besten als Vektordatei, sonst so hoch aufgelöst wie möglich
  • Garnfarben bedacht: Das Logo muss sich von der Jackenfarbe gut abheben
  • Größen gesammelt: Jacken fallen je nach Modell unterschiedlich aus, Damen- und Herrenschnitte ebenso
  • Rest der Kleidung mitgedacht: Passen Westen, Shirts und Pullover zur Jacke?

Wenn deine Jacken Teil einer kompletten Arbeitskleidung sind, hilft dir unser Beitrag Arbeitskleidung mit Logo im Handwerk bei der Auswahl der übrigen Teile.

Häufige Fragen zum Besticken von Jacken

Noch Fragen?

Schick uns dein Motiv, wir melden uns mit einer Empfehlung.

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Kann man eine wasserdichte Jacke besticken?

Technisch ja, aber jeder Stich durchsticht die Membran. An der Stelle kann die Jacke danach Wasser durchlassen. Bei Regenjacken, die wirklich dicht sein müssen, raten wir deshalb zum Druck.

Sieht man den Stick innen im Futter?

Bei gefütterten Jacken ja. Die Nadel geht durch Außenstoff und Futter, die Rückseite des Motivs ist innen zu sehen. Bei ungefütterten Jacken wie Fleece liegt sie direkt auf der Innenseite des Stoffs.

Wie wasche ich eine bestickte Jacke?

Nach dem Pflegeetikett der Jacke, am besten auf links und mit geschlossenem Reißverschluss. Mehr Tipps findest du in unserer Waschanleitung.

Kann ich eigene Jacken besticken lassen?

Ja. Wie das abläuft und worauf wir bei mitgebrachten Textilien achten, steht auf unserer Seite Eigene Textilien besticken lassen.

Wie lange dauert es, bis die Jacken da sind?

Nachdem du die digitale Vorschau freigegeben hast, dauert die Lieferung in der Regel ca. 7–10 Werktage. Wir sticken im eigenen Haus in München.

Unsicher, wo dein Logo auf deiner Jacke sitzen soll? Schick uns deine Anfrage mit Logo und Jackenmodell – wir melden uns mit einem Vorschlag.

SHIRTPLUS

Team Shirtplus

Druck und Stick im eigenen Haus in München. Mit KI-Unterstützung erstellt. Stand: 11.10.2026.

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Wir beraten dich kostenlos zum Layout und sagen dir, welches Verfahren zu deinem Logo passt.