Verfahren

Stick oder Druck für Firmenkleidung? Die Entscheidungshilfe

Von
Team Shirtplus, Werkstatt München
Aktualisiert
Lesezeit
7 Minuten
Gesticktes rot-weißes Schriftlogo in Nahaufnahme, die einzelnen Stiche sind gut zu erkennen

Polo, Hemd, T-Shirt oder Jacke: Wann ein gesticktes Logo die bessere Wahl ist, wann ein Druck – und warum die Kombination für Firmenkleidung oft am meisten bringt.

Was Stick und Druck ausstrahlen

Bevor es um Technik geht, lohnt eine einfache Frage: Wie soll deine Firmenkleidung wirken? Ein Stick ist aus Garn. Er liegt leicht erhaben auf dem Stoff, hat eine sichtbare Struktur und glänzt je nach Lichteinfall. Das wirkt hochwertig und ruhig – ähnlich wie ein eingenähtes Markenlabel. Für Teams mit Kundenkontakt – in der Beratung, im Hotel oder im Büro – ist Stick deshalb die naheliegende Wahl.

Ein Druck liegt flach auf oder im Gewebe. Er kann groß, bunt und detailreich sein und wirkt dadurch eher plakativ und sportlich. Für Messen, Firmenläufe, Events oder Merch ist das oft genau richtig. Auch auf leichten Shirts fällt ein Druck kaum ins Gewicht.

Beides schließt sich nicht aus. Selbst beim einfachen Shirt hast du die Wahl: Wenn du T-Shirts besticken lassen willst, wird aus dem Basic ein Teil, das sich auch im Kundentermin tragen lässt.

Merksatz aus der Werkstatt

Klein und dauerhaft: Stick. Groß, bunt oder detailreich: Druck. Alles dazwischen entscheidet dein Logo.

Stick und Druck im direkten Vergleich

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick. „Druck“ steht hier für Siebdruck und Transferdruck (DTF) zusammen – wie die beiden sich unterscheiden, zeigt unser Vergleich Siebdruck oder Transferdruck.

Kriterium Garn, leicht erhaben Stick Farbe, flach Druck
Wirkung Wertig, dezent, wie ein Markenlabel Plakativ, sportlich, auffällig
Motivgröße Ideal für kleine Logos auf Brust, Ärmel oder Cap Von klein bis zum kompletten Rücken
Details Sehr feine Linien und winzige Schrift gehen verloren Feine Linien, kleine Schrift und Fotos gelingen sauber
Farben Garnfarben, keine Verläufe Viele Farben und Verläufe möglich, Farbwerte genau treffbar
Textil Stabile Stoffe: Pikee, Hemdstoff, Sweat, Jacken, Caps Auch dünne Shirts und Funktionsstoffe
Haltbarkeit Sehr robust, übersteht viele Wäschen Bei richtiger Pflege lange haltbar

Passt dein Logo zum Stick?

Ein Stick entsteht aus einzelnen Stichen. Jeder Faden hat eine Dicke, und genau die setzt die Grenze: Haarfeine Linien, sehr kleine Schrift unter dem Logo oder ein Claim in Mini-Größe lassen sich nicht sauber sticken. Verläufe, Schatten und Fotos gibt es im Stick nicht, weil jede Fläche eine feste Garnfarbe hat.

Das heißt nicht, dass dein Logo nicht geht. Oft reicht eine leicht vereinfachte Stickversion: der Slogan fällt weg, eine dünne Kontur wird etwas kräftiger, ein Verlauf wird zur Fläche. Die Stickdatei erstellen wir für dich, sie ist inklusive. Gestickt wird mit bis zu drei Garnfarben. Am besten schickst du uns dein Logo als Vektordatei – was wir genau brauchen, steht auf der Seite Logo anliefern.

Weißer gestickter Schriftzug auf dunkelgrauem Stoff, Nahaufnahme der Stiche

Aus der Werkstatt

Eine Garnfarbe, starker Kontrast

Auf dem Foto siehst du einen weißen gestickten Schriftzug auf dunkelgrauem Stoff. Daran erkennst du, was einen Stick ausmacht: Die Buchstaben bestehen aus dicht gelegten Stichen, die das Licht je nach Blickwinkel anders spiegeln. Heller Faden auf dunklem Grund bleibt auch aus der Entfernung lesbar – solange die Buchstaben nicht zu fein werden.

Logo besticken lassen: so läuft es ab

Bei Druck ist die Logo-Frage einfacher: Im Transferdruck sind Farben, Verläufe und feine Details kein Problem. Im Siebdruck braucht jede Farbe ein eigenes Sieb, deshalb lohnt er sich bei größeren Auflagen mit wenigen Farben.

Welches Verfahren zu welchem Kleidungsstück passt

Neben dem Logo entscheidet das Textil. Je fester und stabiler der Stoff, desto besser trägt er einen Stick. Je dünner und dehnbarer, desto eher passt ein Druck. So ordnen wir die typischen Teile der Firmenkleidung ein:

Kleidungsstück Meist Warum
Poloshirt Stick Pikee ist ein Strukturstrick. Auf der welligen Oberfläche wirkt ein Stick sauber, ein feiner Druck dagegen leicht unruhig.
Hemd und Bluse Stick Ein kleines Logo auf der Brust oder an der Manschette wirkt dezent und übersteht Waschen und Bügeln.
T-Shirt Druck, Stick für kleine Brustlogos Dünner Jersey trägt große Druckflächen gut. Ein kleiner Stick funktioniert auf festeren Shirts.
Hoodie und Sweat Beides Der dicke Stoff trägt einen Stick problemlos, der große Rücken ist Fläche für einen Druck.
Softshell und Jacken Stick an der Brust, Druck für große Flächen Membranen können durch Nadelstiche undicht werden. Kleine Logos an der Brust sind meist unkritisch.
Cap und Mütze Stick Auf der gewölbten Front wirkt ein Stick plastisch, auf Wunsch auch als 3D-Stick.

Alle Varianten für Teams mit Kundenkontakt findest du auf unserer Seite Firmenkleidung besticken lassen.

Entscheiden nach Einsatz: typische Fälle

Am Ende zählt, wofür die Kleidung gedacht ist. Diese typischen Fälle helfen bei der Einordnung:

  • Dein Team trägt die Kleidung täglich im Kundenkontakt, Polos und Hemden sollen lange halten.

    Stick

  • Dein Logo hat Verläufe, ein Foto oder sehr feine Linien, die erhalten bleiben sollen.

    Druck

  • Für Messe oder Firmenlauf brauchst du viele gleiche Shirts mit großem Motiv.

    Druck, oft Siebdruck

  • Die Kleidung wird ständig gewaschen und im Arbeitsalltag stark beansprucht.

    Stick

  • Jede Person bekommt ihren Namen dezent auf Brust oder Ärmel.

    Stick

  • Oft die beste Antwort

    Beides kombinieren

    Das Logo gestickt auf der Brust, ein großer Schriftzug oder die Website gedruckt auf dem Rücken. So wirkt die Front wertig und der Rücken fällt auf.

    Stick + Druck

Wichtig beim Mischen: Garn gibt es in festen Farbtönen, Druckfarben lassen sich genauer nach Pantone oder HKS treffen. Wir wählen die Garnfarbe, die deinem Farbwert am nächsten kommt, damit Stick und Druck zusammenpassen.

Und der 3D-Stick?

Exkurs

Beim 3D-Stick liegt unter den Stichen ein Schaum, der das Motiv deutlich anhebt. Das Logo wirkt dadurch plastisch und fällt auf. Er eignet sich für kräftige, einfache Formen und Buchstaben, vor allem auf Caps. Für feine Details ist er nicht gedacht. Auch den 3D-Stick machen wir im eigenen Haus in München.

So kommst du zur richtigen Entscheidung

  1. Kleidung auswählen

    Du suchst die Teile aus, die dein Team tragen soll – Polos, Hemden, Shirts oder Jacken.

  2. Logo schicken

    Du lädst dein Logo hoch und sagst uns, wo es sitzen soll und wofür die Kleidung gedacht ist.

  3. Kostenlose Beratung

    Wir sagen dir, wo Stick und wo Druck besser passt und ob dein Logo eine vereinfachte Stickversion braucht.

  4. Druckfreigabe

    Du bekommst eine digitale Vorschau mit Position, Größe und Farben und gibst sie vor der Produktion frei.

  5. Produktion in München

    Wir sticken und drucken im eigenen Haus. Die Lieferung dauert ca. 7–10 Werktage.

Häufige Fragen zu Stick und Druck

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Hält ein Stick länger als ein Druck?

Ein Stick gilt als besonders robust, weil das Garn fest mit dem Stoff vernäht ist. Ein Druck hält bei richtiger Pflege ebenfalls lange. Wichtiger als das Verfahren ist, dass es zum Textil passt.

Kann man ein T-Shirt besticken?

Ja, ein kleines Logo auf der Brust funktioniert gut, besonders auf festeren Shirts. Für große Motive auf dünnem Jersey empfehlen wir einen Druck.

Sieht mein Logo gestickt genauso aus wie gedruckt?

Fast. Im Stick fallen Verläufe weg, sehr feine Linien werden kräftiger und die Farben kommen aus dem Garn. In der digitalen Vorschau siehst du vor der Produktion, wie dein Logo aussieht.

Kann ich Stick und Druck in einer Bestellung mischen?

Ja. Du kannst Polos und Jacken besticken und Event-Shirts bedrucken lassen – oder beides auf einem Teil kombinieren.

Brauche ich für den Stick eine eigene Datei?

Nein. Die Stickdatei erstellen wir aus deinem Logo, sie ist inklusive. Ideal ist eine Vektordatei, eine gute Pixeldatei prüfen wir gern.

Du bist unsicher, was zu deinem Logo passt? Schick uns deine Anfrage – wir sagen dir, wo Stick und wo Druck die bessere Wahl ist.

SHIRTPLUS

Team Shirtplus

Druck und Stick im eigenen Haus in München. Mit KI-Unterstützung erstellt. Stand: 11.10.2026.

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Wir beraten dich kostenlos zum Layout und sagen dir, welches Verfahren zu deinem Logo passt.