Verfahren

Transferdruck erklärt: DTF, Flex und Flock im Überblick

Von
Team Shirtplus, Werkstatt München
Aktualisiert
Lesezeit
6 Minuten
Mehrfarbiges Logo im DTF-Transferdruck auf einem weißen Shirt

Was ist Transferdruck, und wann passt DTF, wann Flex oder Flock? So funktionieren die Verfahren, auf welchen Textilien sie halten und welche Datei du brauchst.

Was ist Transfer­druck?

Transferdruck ist der Oberbegriff für alle Verfahren, bei denen das Motiv zuerst auf einem Träger entsteht und erst danach auf das Textil kommt. Der Träger ist eine Folie. In einer Transferpresse verbindet sich das Motiv unter Hitze und Druck mit dem Stoff, danach wird die Folie abgezogen.

Beim Siebdruck dagegen läuft die Farbe direkt durch ein Sieb auf das Textil. Das lohnt sich vor allem bei vielen gleichen Teilen mit wenigen Farben. Wie die beiden Wege sich unterscheiden, zeigt unser Vergleich Siebdruck oder Transferdruck.

Für Firmen, Teams und Vereine ist Transferdruck besonders praktisch, weil keine Siebe eingerichtet werden. Wenn du T-Shirts mit Logo bedrucken lassen willst, ist er bei mehrfarbigen Motiven meist die erste Wahl.

Zwei Familien

Beim digitalen Transferdruck (DTF) wird die Folie bedruckt. Bei Flex und Flock wird eine farbige Folie geschnitten. Beides wird am Ende gleich aufgepresst.

DTF: Transfer­druck in allen Farben

DTF steht für Direct to Film. Ein Drucker bringt dein Motiv digital auf eine Trägerfolie, in allen Farben in einem Durchgang. Auf dunklen Stoffen kommt eine weiße Grundschicht unter die Farben, damit sie kräftig bleiben.

Danach wird die Folie mit einem Klebepulver versehen. In der Presse schmilzt der Kleber und verbindet das Motiv mit dem Stoff. Weil keine Siebe nötig sind, spielt die Zahl der Farben keine Rolle: Fotos, Verläufe und feine Linien kommen sauber heraus.

DTF haftet auf Baumwolle, Polyester und Mischgewebe. Damit eignet es sich auch für Funktionsshirts, Softshelljacken und Taschen. Was bei Sportshirts dazukommt, liest du in Laufshirts bedrucken. Mehr zum Verfahren findest du auf unserer Seite zum Digitaldruck.

Wie ein mehrfarbiges Logo im Digitaldruck auf einem schwarzen Bio-Shirt aussieht, zeigt unser Projekt DAV: Bio-T-Shirt Creator 2.0 mit Digitaldruck.

  1. 1Auf Folie druckenDigital, alle Farben in einem Durchgang
  2. 2KlebepulverHaftet später am Stoff
  3. 3Hitze und DruckDie Presse überträgt das Motiv
Stark bei
Mehrfarbigen Logos, Fotos, Verläufen und feinen Details – auf hellen und dunklen Stoffen
Weniger geeignet
Sehr großen, vollflächigen Motiven, dort ist die Schicht etwas spürbarer
DTF in drei Schritten: drucken, Klebepulver, aufpressen

Flex und Flock: Folie aus dem Plotter

Bei Flex und Flock wird nichts gedruckt. Ein Schneideplotter schneidet Buchstaben, Zahlen oder Formen aus einer farbigen Folie. Die überflüssigen Teile werden von Hand entfernt, danach presst die Transferpresse das Motiv auf das Textil.

Jede Farbe ist eine eigene Folie. Deshalb sind Flex und Flock ideal für einfarbige Schriften, Namen und Nummern in kräftigen Farben – der Klassiker auf Trikots. Sehr feine Linien und winzige Teile lassen sich dagegen schlecht schneiden. Wie wir Flex, Flock und DTF im eigenen Haus einsetzen, zeigt unsere Seite Textilien bedrucken lassen.

Flex
Glatte Oberfläche, wirkt klar und sportlich
Flock
Samtige, leicht erhabene Oberfläche, die man fühlt
Kriterium Folie geschnitten Flex & Flock Bedruckt DTF
Motiv Schriften, Namen, Nummern, einfache Formen Logos in vielen Farben, Fotos, Verläufe
Farben Eine Folie je Farbe – wenige Farben sind ideal Alle Farben in einem Durchgang
Details Sehr feine Linien und kleine Teile sind schwierig Feine Linien und kleine Schriften gelingen sauber
Oberfläche Flex glatt, Flock samtig Dünne, elastische Schicht
Typisch für Namen und Nummern auf Trikots Firmenlogos, Wappen, Sponsoren

Welcher Transfer­druck passt zu deinem Motiv?

Am schnellsten entscheidest du über das Motiv. Diese Fälle helfen bei der ersten Einordnung:

  • Dein Logo hat viele Farben oder einen Verlauf.

    DTF

  • Du willst ein Foto oder eine detailreiche Illustration drucken.

    DTF

  • Jedes Trikot bekommt einen eigenen Namen und eine Nummer.

    Flex oder Flock

  • Du bedruckst Funktionsshirts oder Softshelljacken.

    Meist DTF

  • Dein Motiv ist ein einfarbiger Schriftzug in einer kräftigen Farbe.

    Flex oder Flock

  • Oft die beste Antwort

    Beides kombinieren

    Wappen und Sponsor im DTF-Verfahren, Namen und Nummern in Flock.

    DTF + Flock

Welche Schriften auf dem Trikot gut lesbar sind, zeigt unser Beitrag zur richtigen Trikot-Schrift.

Auf welchen Textilien Transfer­druck hält

Transferdruck ist flexibel, was den Stoff angeht. Entscheidend sind Material, Oberfläche und die Fläche, die bedruckt wird:

  • T-Shirts aus Baumwolle

    Für alle drei Verfahren geeignet.

    Flex & Flock DTF

  • VorneHinten

    Hoodies

    Kleines mehrfarbiges Brustlogo im DTF-Verfahren, Schriftzug oder Name auf dem Rücken in Flex oder Flock.

    Flex & Flock DTF

  • Funktionsshirts, Regenjacken, Softshell

    In der Regel per DTF – der Transfer verbindet sich gut mit synthetischen Stoffen.

    DTF

  • Taschen und Rucksäcke

    Baumwollbeutel bedrucken wir mit beiden Verfahren, bei beschichteten Stoffen nehmen wir eher DTF.

    Flex & Flock DTF

Welche Datei du für den Transfer­druck brauchst

  • Ideal

    Vektor: PDF, AI, EPS, SVG

    Ideal für Flex und Flock, weil der Plotter entlang der Konturen schneidet. Auch für DTF die beste Wahl.

  • Reicht für DTF

    PNG, transparent, hohe Auflösung

    Für DTF reicht eine gute Pixeldatei mit transparentem Hintergrund.

  • Wir prüfen

    Foto oder kleine Grafik

    Schick sie trotzdem mit. Wir sagen dir in der Layout-Beratung, ob sie für den Druck reicht.

Farben als Wert angeben

Am besten als Pantone- oder HKS-Wert. Bei Flex und Flock wählen wir die Folienfarbe, die deinem Wert am nächsten kommt.

Je größer der Druck

desto mehr Bildpunkte braucht die Datei. Links zu wenige, rechts genug.

Wie lange hält der Druck?

Exkurs

Bei richtiger Pflege lange. Wichtiger als das Verfahren sind das passende Textil und die Waschanleitung. Wir beraten dich dazu vor der Produktion.

  • Auf links waschen

    So reibt in der Maschine nichts direkt am Druck

  • Pflegeetikett beachten

    Temperatur und Programm richten sich nach dem Textil

  • Direkt über den Druck bügeln

    Wenn nötig, auf links oder mit einem Tuch dazwischen

So läuft dein Transfer­druck bei uns

  1. Textil und Logo

    Du wählst dein Textil im Shop und lädst dein Logo hoch.

  2. Beratung

    Wir prüfen dein Motiv und beraten dich kostenlos zum Layout und zum passenden Verfahren.

  3. Druckfreigabe

    Du bekommst eine Druckfreigabe mit Position und Größe und gibst sie frei.

  4. Druck in München

    Wir drucken im eigenen Haus. Die Lieferung dauert in der Regel ca. 7–10 Werktage.

Häufige Fragen zum Transfer­druck

Noch Fragen?

Schick uns dein Motiv, wir melden uns mit einer Empfehlung.

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Ist DTF dasselbe wie Transferdruck?

DTF ist die heute gängigste Form des Transferdrucks. Auch Flex und Flock gehören dazu: Dort wird die Folie nicht bedruckt, sondern geschnitten.

Was ist der Unterschied zwischen Flex und Flock?

Beide werden aus farbiger Folie geschnitten und aufgepresst. Flex hat eine glatte Oberfläche, Flock eine samtige, leicht erhabene.

Spürt man einen Transferdruck auf dem Shirt?

DTF liegt als dünne, elastische Schicht auf dem Stoff. Bei großen Flächen spürst du ihn etwas mehr, bei Logos auf der Brust kaum. Flock fühlt sich bewusst samtig an.

Kann ich Transferdruck und Siebdruck kombinieren?

Ja. Zum Beispiel das Logo im Siebdruck und Namen in Flock oder ein mehrfarbiges Motiv im DTF-Verfahren. Wir sagen dir in der Beratung, was sich lohnt.

Sehe ich vor dem Druck, wie mein Motiv aussieht?

Ja. Vor der Produktion bekommst du eine Druckfreigabe, auf der du Position, Größe und Farben prüfst.

Unsicher, welcher Transferdruck zu deinem Logo passt? Schick uns dein Motiv – wir melden uns mit einer Empfehlung.

SHIRTPLUS

Team Shirtplus

Druck und Stick im eigenen Haus in München. Mit KI-Unterstützung erstellt. Stand: 22.10.2026.

Du hast Fragen zu deinem Projekt?

Wir beraten dich kostenlos zum Layout und sagen dir, welches Verfahren zu deinem Logo passt.