Verfahren

Trikots bedrucken oder beflocken? Verfahren für Namen und Logos

Von
Team Shirtplus, Werkstatt München
Aktualisiert
Lesezeit
6 Minuten
Mehrfarbiges Sport-Motiv in Orange, Schwarz und Weiß im Digitaldruck auf dunklem Shirt, Nahaufnahme

Namen und Nummern in Flex oder Flock, Wappen und Sponsoren im DTF-Verfahren, Muster per Sublimation: So findest du für jedes Element auf dem Trikot das passende Verfahren.

Bedrucken oder beflocken: was gemeint ist

Im Verein sagt man oft „beflocken“, wenn Namen und Nummern aufs Trikot kommen. Genau genommen ist Flock nur eine von mehreren Folien. Daneben gibt es Flex. Beide werden aus farbiger Folie geschnitten und mit einer Transferpresse unter Hitze und Druck aufgebracht.

„Bedrucken“ heißt dagegen, dass Farbe gedruckt wird: auf eine Trägerfolie im DTF-Verfahren (Direct to Film), durch ein Sieb im Siebdruck oder per Sublimation direkt in die Faser. Für ein Trikot musst du dich nicht für eine Technik entscheiden. Entscheidend ist, welches Element aufs Trikot soll: Wappen, Sponsor, Name oder Nummer.

Für Lauftreff, Firmenteam oder Freizeitmannschaft eignen sich Funktionsshirts aus Polyester als Trikot. Du findest sie bei uns unter Laufshirts bedrucken lassen, zum Beispiel von Just Cool, James & Nicholson und Tee Jays.

Flex und Flock in einem Satz

Flex ist eine glatte, dünne Folie und wirkt klar und sportlich. Flock hat eine samtige, leicht erhabene Oberfläche, die man fühlt. Beide sind einfarbig: Jede weitere Farbe ist eine eigene Lage.

Welches Verfahren für welches Element?

Ein Trikot trägt meist mehrere Arten von Motiven. Jede stellt andere Anforderungen an das Verfahren. So ordnen wir sie in der Werkstatt ein:

Element Typisch Unser Verfahren
Wappen oder Vereinslogo Mehrere Farben, feine Linien DTF; bei vielen gleichen Trikots mit wenigen Farben auch Siebdruck
Sponsorenlogo Oft mehrfarbig, auf jedem Trikot gleich DTF oder Siebdruck
Rückennummer Einfarbig, groß, aus der Ferne lesbar Flex oder Flock
Spielername Einfarbig, auf jedem Trikot anders Flex oder Flock, mehrfarbige Namen per DTF
Design über die ganze Fläche Streifen, Muster, Verläufe Sublimation, nur auf hellem Polyester
VorneHinten
Beispiel VereinstrikotEin Shirt, zwei Verfahren
  • 1Hauptlogo BrustSiebdruck
  • 2Name RückenDTF
  • 3Sponsorenlogo, mehrfarbigDTF

Eine mögliche Aufteilung: Brustlogo im Siebdruck, Name und Sponsor im DTF-Verfahren.

Warum der Mix? Siebdruck lohnt sich bei größeren Auflagen mit wenigen Farben, weil die Siebe nur einmal eingerichtet werden. Namen ändern sich dagegen auf jedem Trikot. Dafür ist geschnittene Folie oder DTF der bessere Weg. Welche Schrift für Namen und Nummern gut lesbar bleibt, zeigt unser Beitrag Die richtige Schrift für eure Trikots.

Polyester: worauf es beim Trikotstoff ankommt

Trikots und Laufshirts bestehen meist aus Polyester, teils mit etwas Elasthan. Der Stoff ist leicht, trocknet schnell und leitet Feuchtigkeit nach außen. Für die Veredelung heißt das: Er verträgt weniger Hitze als Baumwolle, und manche Stoffe sind sehr dehnbar. Der Aufdruck muss also flexibel bleiben und darf den Stoff nicht steif machen. Mehr zu Material und Verfahren bei Funktionsshirts liest du in unserem Ratgeber Laufshirts bedrucken.

Ein Blick in unser Sortiment: Das Cool T von Just Cool ist aus reinem Polyester mit 140 g/m², das Active-T von James & Nicholson aus reinem Polyester mit 150 g/m². Das CoolDry Tee von Tee Jays hat 160 g/m², einen Elasthan-Anteil und eine schmal geschnittene Slim-Passform. Laut Pflegeangabe sind alle drei bei 30 °C waschbar.

Flex
Dünn und glatt, passt gut zu leichten Funktionsstoffen
Flock
Dicker und samtig, wirkt klassisch, lässt aber weniger Luft durch
DTF
Dünne, elastische Schicht, haftet auf Polyester und Mischgewebe

Ein Punkt, an den man leicht nicht denkt: Bei eingefärbtem Polyester kann Farbe aus dem Stoff unter Hitze in einen hellen Aufdruck wandern, etwa bei einer weißen Nummer auf einem roten Trikot. Darüber sprechen wir in der Layout-Beratung, bevor produziert wird.

Beflockung in Rot und Gelb auf einem weißen Shirt, Nahaufnahme aus der Werkstatt

Aus der Werkstatt

Flock aus der Nähe

Auf dem Foto siehst du eine Beflockung in Rot und Gelb auf einem weißen Shirt. Jede Farbe ist eine eigene, geschnittene Folie. Daher kommen die scharfen Kanten – und daher lohnen sich bei Flock wenige, klare Farben statt feiner Verläufe.

Flex und Flock im Überblick

Und Subli­mation?

Exkurs

Bei der Sublimation geht die Farbe mit Hitze direkt in die Polyesterfaser über. Das Trikot fühlt sich danach an wie vorher, und Muster können über die ganze Fläche laufen. Der Haken ist der Stoff:

  • Helles Polyester

    Streifen, Verläufe und Muster über die ganze Fläche, ohne spürbare Schicht

  • Dunkle Trikots und Baumwolle

    Hier nehmen wir DTF, Flex oder Flock

Fünf typische Trikot-Fälle

Am schnellsten entscheidest du über das, was auf dem Trikot stehen soll:

  • Jeder bekommt Name und Nummer in der Vereinsfarbe.

    Flex oder Flock

  • Euer Wappen hat viele Farben und feine Linien.

    DTF

  • Viele gleiche Trikots mit einem zweifarbigen Sponsorenlogo.

    Siebdruck

  • Ein weißes Polyester-Trikot mit Muster über die ganze Fläche.

    Sublimation

  • Zur Saisonmitte kommt ein neuer Spieler dazu.

    Nachbestellen

  • Oft die beste Antwort

    Beides kombinieren

    Wappen und Sponsor im DTF-Verfahren, Namen und Nummern in Flex.

    DTF + Flex

Für Neuzugänge musst du nicht alles neu planen: Über Nachbestellen ergänzt du einzelne Trikots mit Name und Nummer.

Namen und Nummern: die Liste vorbereiten

Bei Namen und Nummern entscheidet die Liste über das Ergebnis. Was dort falsch steht, steht später auch auf dem Trikot. Prüfe deshalb vor dem Absenden:

  • Eine Zeile pro Trikot: Größe, Name, Nummer
  • Schreibweise genau so, wie sie aufs Trikot soll – mit Umlauten, Bindestrichen und Groß- oder Kleinschreibung
  • Jede Nummer nur einmal, außer es ist bewusst so gewollt
  • Schnitt angeben, wenn du Herren- und Damenmodelle mischst, etwa Cool T und Women's Cool T
  • Größen vorher vergleichen: Slim-Modelle wie das CoolDry Tee sitzen enger
  • Ersatztrikots ohne Namen für Neuzugänge einplanen

Am einfachsten schickst du uns die Liste als Tabelle. Auf der Druckfreigabe, der digitalen Vorschau, die du vor der Produktion freigibst, prüfst du Position, Größe und Farben.

So läuft deine Trikot-Bestellung

  1. Trikots wählen

    Du suchst Modell, Farbe und Größen im Shop aus.

  2. Motive und Liste

    Du lädst Wappen und Sponsorenlogos hoch und schickst die Namensliste mit.

  3. Beratung

    Wir legen kostenlos fest, welches Element in welchem Verfahren entsteht und wo es sitzt.

  4. Druckfreigabe

    Du prüfst die Vorschau und gibst sie frei.

  5. Produktion in München

    Wir veredeln im eigenen Haus. Die Lieferung dauert in der Regel ca. 7–10 Werktage.

Wenn du den ganzen Verein ausstatten willst, vom Trikot bis zum Hoodie, hilft dir unser Ratgeber Vereinskleidung mit Logo.

Häufige Fragen zu Trikots

Noch Fragen?

Schick uns dein Motiv, wir melden uns mit einer Empfehlung.

Angebot anfragen →
Hält Flock auf Funktionsshirts?

Ja, Flock lässt sich auf Polyester aufpressen. Er ist aber dicker als Flex und lässt weniger Luft durch. Für große Flächen auf leichten Laufshirts raten wir eher zu Flex.

Kann ich Trikots für neue Spieler nachbestellen?

Ja. Verweise am besten auf deine erste Bestellung, damit Schrift, Größe und Farbe von Name und Nummer gleich bleiben.

Geht Sublimation auch auf dunklen Trikots?

Nein. Sublimation funktioniert nur auf hellem Polyester. Auf dunklen Trikots nehmen wir DTF, Flex oder Flock.

Wie wasche ich beflockte oder bedruckte Trikots?

Auf links waschen, die Temperatur vom Pflegeetikett einhalten und nicht direkt über das Motiv bügeln. Mehr dazu in unserer Waschanleitung.

Du willst wissen, welches Verfahren zu euren Trikots passt? Schick uns Wappen, Sponsorenlogos und Namensliste – wir melden uns mit einer Empfehlung je Element.

SHIRTPLUS

Team Shirtplus

Druck und Stick im eigenen Haus in München. Mit KI-Unterstützung erstellt. Stand: 22.10.2026.

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Wir beraten dich kostenlos zum Layout und sagen dir, welches Verfahren zu deinem Logo passt.